Das Lappland-Fotobuch geht auf die Reise
- Holger Graeber

- vor 6 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
In den letzten Tagen hat sich mein Arbeitszimmer in eine kleine Versandstation verwandelt. Auf dem Tisch stapeln sich Fotobücher, daneben Kartons, Schutzmaterial und Adressetiketten. Nach vielen Monaten der Planung, der Reise, der Bildbearbeitung und der Gestaltung beginnt nun der letzte Abschnitt dieses Projekts: Die ersten Exemplare werden verpackt und an ihre neuen Besitzer verschickt.


Begonnen hat alles mit einer spontanen Entscheidung. Kurz nach dem Kauf meiner neuen Fuji GFX 100S II entstand der Wunsch, die Kamera nicht nur im Alltag zu testen, sondern sie in einer Landschaft einzusetzen, die fotografisch wirklich etwas zu bieten hat.
Die Wahl fiel auf Schwedisch-Lappland – eine Region, die mich mit ihrer Mischung aus verschneiten Wäldern, zugefrorenen Seen, weiten Tundren und markanten Bergen sofort faszinierte.
Was als Fotoreise begann, entwickelte sich schnell zu einem größeren Projekt.
In den zehn Tagen zwischen Luleå, Storforsen, dem Nationalpark Stora Sjöfallet und Kiruna entstanden nicht nur viele Fotografien, sondern auch zahlreiche Erinnerungen. Die stille Weite der Landschaft, die tief stehende Wintersonne, die Begegnungen mit Rentieren und Elchen, gefrorene Wasserfälle und schließlich sogar die Nordlichter hinterließen Eindrücke, die weit über einzelne Bilder hinausgingen.

Schon während der Reise entstand deshalb die Idee, diese Erlebnisse in einem Fotobuch zusammenzuführen.
Zurück zu Hause begann die eigentliche Arbeit. Aus vielen tausend Aufnahmen mussten die Bilder ausgewählt werden, die die Geschichte der Reise am besten erzählen. Es folgten Wochen der Sichtung, Bildbearbeitung und Gestaltung. Seiten wurden immer wieder neu angeordnet, Texte geschrieben und überarbeitet, Bildfolgen verändert und Layouts verfeinert.
Mit der Zeit wurde aus einer Sammlung von Landschaftsfotografien ein zusammenhängendes Buchprojekt.
Besonders wichtig war mir dabei, nicht nur die spektakulären Motive zu zeigen. Natürlich finden sich Nordlichter, weite Panoramen und eindrucksvolle Winterlandschaften im Buch. Genauso wichtig waren mir jedoch die leisen Momente: Strukturen im Schnee, Lichtstimmungen am frühen Morgen oder die besondere Ruhe, die diese Landschaft ausstrahlt.
Als schließlich die Druckfreigabe erteilt war, begann das Warten.
Und dann kam der Tag der Lieferung.
Zum ersten Mal das fertige Buch in den Händen zu halten, ist ein besonderer Moment. Bilder, die man monatelang nur auf dem Bildschirm gesehen hat, liegen plötzlich gedruckt vor einem. Papier, Druckqualität, Bindung und Haptik fügen sich zu dem zusammen, was man sich während der gesamten Entstehungszeit vorgestellt hat.
Umso größer war die Freude, als die ersten Exemplare genau den Eindruck hinterließen, den ich mir erhofft hatte.

Nun verlassen die Bücher nach und nach mein Arbeitszimmer und machen sich auf den Weg zu ihren neuen Besitzern. Damit schließt sich für mich ein Kreis: von den ersten Schritten auf der gefrorenen Ostsee Lapplands bis zum Verpacken der fertigen Exemplare.
Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei allen bedanken, die das Projekt begleitet, unterstützt und ein Buch bestellt haben.
Ich wünsche viel Freude beim Blättern, Entdecken und vielleicht auch beim gedanklichen Mitreisen durch die winterlichen Landschaften Lapplands.



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