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Die Entdeckung meiner Liebe zur Baumfotografie

Über die Jahre hat sich meine Liebe zur Baumfotografie immer weiter konkretisiert. Anfangs war mir das gar nicht bewusst. Erst beim Durchsehen meiner Aufnahmen fiel mir auf, dass ein erstaunlich großer Teil meiner Fotos Bäume zeigt – einzeln, in Gruppen, im Nebel, im Gegenlicht oder als markante Silhouetten in der Landschaft.

Bäume haben für mich eine besondere Ausstrahlung. Sie sind Zeitzeugen, oft älter als Generationen von Menschen. Jeder Baum erzählt seine eigene Geschichte – von Wachstum und Verwundung, von Standhaftigkeit und Veränderung. Manche faszinieren durch ihre Form, andere durch ihren Standort oder das Licht, das sie umgibt.

Gerade am Niederrhein begegnet man einer Vielzahl charakteristischer Baumformen: den Kopfweiden, die wie lebende Skulpturen die Landschaft prägen, alten Buchenwäldern mit ihren weichen, geschwungenen Stämmen oder einsamen Eichen, die mitten auf freiem Feld stehen. Diese Motive bieten unendliche Möglichkeiten, mit Licht, Struktur und Perspektive zu spielen.

Was mich an Bäumen besonders reizt, ist ihre Ruhe. Sie stehen einfach da – egal, ob im Sturm oder in der Stille eines Sommermorgens. Gleichzeitig besitzen sie eine individuelle Formensprache, fast so, als hätte jeder Baum seine eigene Persönlichkeit.

In der Fotografie kann ein einzelner Baum zu einem emotionalen Ankerpunkt werden – er vermittelt Stabilität, Orientierung, manchmal auch Einsamkeit oder Beständigkeit. Und genau diese Vielschichtigkeit macht das Thema für mich so spannend.

Mit der Zeit ist aus zufälligen Baumaufnahmen eine bewusste fotografische Leidenschaft geworden. Heute gehe ich oft gezielt los, um bestimmte Baumarten, Formen oder Lichtstimmungen einzufangen – immer mit dem Ziel, das Wesen des Baumes sichtbar zu machen.

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