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Die Stille Lapplands

Lappland ist ein Ort, an dem die Welt leiser wird.

Neun Tage führte mich die Reise durch das winterliche Schwedisch-Lappland – von der Küste bei Luleå bis weit hinauf in den Norden. Schnee und Eis bestimmten die Landschaft, die Temperaturen sanken bis auf -27 Grad. Doch je weiter wir in den Norden kamen, desto weniger empfand ich die Kälte als das eigentlich Besondere dieser Reise. Es war die Ruhe, die mich immer stärker in ihren Bann zog.

Weite, weiße Flächen, gefrorene Seen, verschneite Wälder und einzelne Bäume vor einem nahezu grenzenlosen Himmel. Dazu das besondere arktische Licht, das selbst mitten am Tag lange Schatten zeichnet und die Landschaft in immer neue Blau-, Grau- und Goldtöne taucht.

Ich wollte diese Landschaft nicht nur fotografieren, sondern ihre Stimmung bewahren. Dabei wurde die Reduktion selbst zu einem wichtigen Teil meiner Bilder: wenige Formen, klare Strukturen, viel Raum und manchmal nur ein einzelner Baum, ein Schatten oder eine Spur im Schnee.

Zwischen den stillen Momenten gab es immer wieder Augenblicke von großer Intensität – das Licht am frühen Morgen, die Dynamik der Stromschnellen von Storforsen, Begegnungen mit Rentieren und Elchen oder das Warten auf die Aurora über einem zugefrorenen See.

Aus diesen Eindrücken entstand Die stille Lappland – eine fotografische Reise durch eine Landschaft, die mich vor allem durch ihre Ruhe und ihre Klarheit berührt hat.

Dieses Projekt ist zugleich mein erstes großes fotografisches Arbeiten mit der Fujifilm GFX100S II. Doch letztlich war die Technik nur Mittel zum Zweck. Entscheidend waren die Momente, in denen ich innehielt, beobachtete und den Auslöser drückte.

Denn manchmal braucht es nicht mehr als Licht, Landschaft und Stille.

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