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Armenien

Armenien ist ein Land, das sich nicht sofort erschließt. Zwischen dem Kaukasus und den weiten Ebenen Anatoliens treffen gewaltige Landschaften auf eine Geschichte, die tief in den Fels eingeschrieben ist. Klöster und Kirchen stehen einsam in kargen Tälern, alte Wege führen durch Schluchten und über Hochebenen, und immer wieder begegnet man den Spuren einer jahrtausendealten Kultur.

Auf einer zehntägigen fotografischen Reise habe ich versucht, diesem Land mit der Kamera näherzukommen. Von Yerevan und dem Blick auf den Ararat führte die Reise über Chor Virap, Noravank und Goris bis nach Tatev, an den Sewansee und in die Bergregionen des Nordens.

Dabei ging es mir nicht darum, Armenien möglichst vollständig zu dokumentieren. Mich interessierten die Gegensätze: die Weite und die Enge der Schluchten, der harte Stein und das weiche Licht, die monumentalen Klöster und die kleinen Spuren des alltäglichen Lebens. Menschen, Landschaften und Orte wurden dabei gleichermaßen Teil meiner fotografischen Erzählung.

Viele dieser Orte tragen ihre eigenen Legenden und Geschichten. Manche sind über Jahrhunderte überliefert, andere scheinen einfach in den Mauern, Felsen und Landschaften weiterzuleben. Vielleicht macht gerade diese Verbindung aus Landschaft, Geschichte und Mythos den besonderen Charakter Armeniens aus.

Diese Bilder sind meine persönliche Annäherung an ein faszinierendes Land – eine Reise zwischen Stein und Landschaft, Geschichte und Gegenwart, Wirklichkeit und Legende.

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